
Yoga ist ein sehr nachhaltiger Erfahrungsweg
Was hat ein Kurztrip nach Spanien mit dem Erfahrungsweg des Yoga zu tun? Warum sollte dich das motivieren, mit Yoga (wieder) anzufangen und dran zu bleiben? Das erfährst du in diesem Artikel.
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Erfahrungen sammeln und sich selbst erfahren ist ein wesentlicher Aspekt hin zu mehr Achtsamkeit und Klarheit im Leben. Es entspricht dem Wesen des Yoga, diesen Prozess zu unterstützen. Meiner Meinung nach ist Yoga ein sehr nachhaltiger Erfahrungsweg, der bewusst gegangen werden will.
Das ist mir auf einem Kurztrip nach Málaga (mal wieder) sehr bewusst geworden.
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Vor einer Woche war ich seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in Spanien am Meer. 3 Tage auftanken, das Meer und die Sonne spüren, leckere Paella de verduras genießen, aufatmen.
Die Tage vorher war ich doch etwas angespannt, da es das erste Mal seit 14 Jahren war, dass ich in einen Flieger gestiegen bin.
Ein mittelgroßer Schritt raus aus meiner Komfortzone.
Unökologisch war es, aber verglichen mit den Zeiten in den 2000ern, in denen ich aus beruflichen Gründen zweimal pro Woche geflogen bin, ein eher kleiner Fußabdruck. Jetzt bleibe ich erstmal wieder am Boden.
Das Meer hat mich tief berührt und auch die Menschen, die entspannte Atmosphäre und natürlich der Klang der Sprache.
Sehr beruhigend empfand ich auch die wenigen Minuten Yoga jeden Morgen am Strand kurz nach Sonnenaufgang.
Vor 20 Jahren habe ich ein sechsmonatiges Auslandssemester in der Nähe von Valencia verbracht und dort an der Uni eine kleine Website für das Departamiento de fisica applicada (Physik Lehrstuhl) erstellt. In dieser Zeit bin ich tief in die Sprache, Land und Leute eingetaucht und fühle mich seither sehr verbunden.
In der Zwischenzeit ist jedoch viel passiert, Beruf, Kinder, Alltag, Verpflichtungen – ich habe seit langer Zeit kein Spanisch gehört oder gesprochen.
Doch was ist passiert an diesem Wochenende: es war plötzlich wieder da, Verbundenheit, Verständnis, Freude über das Temperament im Klang – als wäre kaum Zeit vergangen.
Die Sprache hat sich vor vielen Jahren in mein Gehirn und auch meinen ganzen Körper eingeprägt.
Als wäre kaum Zeit vergangen, konnte ich mich mit Taxifahrern austauschen, im Restaurant bestellen und Gesprächsfetzen von Einheimischen verstehen.
Als mir das bewusst wurde, spürte ich ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit.
Dankbarkeit dafür, dass ich damals von meinen Eltern unterstützt wurde, diese Erfahrung zu machen und Dankbarkeit für all die spanischen Landsleute, die sehr geduldig meine ersten Sprachversuche unterstützt und mich immer weiter motiviert haben (ohne zu lachen).
Was hat nun der Spanientrip mit Yoga zu tun?
Auch im Yoga schaffst du eine Erfahrung, die bleibt. Voraussetzung dafür ist, dass du regelmäßig übst (z.B. in einem Kurs oder 1-2 Übungen immer wieder zu Hause) und nicht von einer Übung oder Yogarichtung zur anderen springst.
Dass du auch mal aus deiner Komfortzone herausgehst und etwas übst, was dein Durchhaltevermögen fordert.
Warum? Yoga bezieht alle Ebenen mit ein: deinen Körper, Geist und deine Emotionen.
Daher speichern sich diese Erfahrungen tief ab und helfen dir bei positiven Veränderungen im Leben.
Sehr wichtig: Das ist nicht zu verwechseln mit deinen physischen, emotionalen und geistigen Grenzen, die du selbstverständlich respektierst und dich beim Üben annäherst.
Die Erlebnisse in einer längeren Yogastunde oder einem Seminar tragen auch nach vielen Jahren noch und sind auf vielen Ebenen spürbar.
Ich habe auch schon tiefgreifende Veränderungen erlebt, indem ich über mehrere Wochen eine bestimmte Haltung immer wieder eingenommen habe.
Nachhaltiges Erfahren und Erleben in Körper, Seele und Geist sind doch ein unglaubliches Geschenk in unserer schnelllebigen Zeit, findest du nicht auch?
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