
Yoga ist ein sehr nachhaltiger Erfahrungsweg
Was hat ein Kurztrip nach Spanien mit dem Erfahrungsweg des Yoga zu tun? Warum sollte dich das motivieren, mit Yoga (wieder) anzufangen und dran zu bleiben? Das erfährst du in diesem Artikel.
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Der achtgliedrige Pfad des Patanjali ist ein hilfreicher Leitfaden für den heutigen Yogaweg. Auch wenn das Leben der Menschen zur vermuteten Entstehungszeit ein ganz anderes war.
Ich möchte in diesem Text so kurz, aber auch so ausführlich wie möglich die einzelnen Aspekte erläutern.
Inhalt
ToggleDer achtgliedrige Pfad (Sanskrit: ashtanga marga) ist ein wichtiger Teil des Yoga Sutra, einem Werk, das der Zeit des klassischen Yoga zugeordnet wird (ca. 300 vor – 300 n.Chr.).
Die einzelnen Glieder und auch das ganze Yoga Sutra zeigen eine erstaunlich hilfreiche Aktualität für die heutige Zeit, daher greife ich in meinem Yogaunterricht sehr gerne darauf zurück.
Ob es sich bei Patanjali um eine oder mehrere Personen handelt, bleibt verborgen.
Der Mythos beschreibt ihn als Schlangengott (häufige Darstellung wie hier bei Wikipedia).
Es wird vermutet, dass auf Patanjali drei wichtige Schriften zurückgehen, die Medizin/Ayurveda, Grammatik und Yoga behandeln.
Das Sanskrit-Wort „sutra“ bedeutet Faden. Das Yoga Sutra ist also ein Leitfaden für Yoga. Du kannst dir die 195-196 Verse vorstellen, wie einzelne Glieder einer Perlenkette, die sich aneinander reihen. Über einen langen Zeitraum wurden diese Verse mündlich vom Lehrer an den Schüler weiter gegeben. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Lehrer-Linie im Yoga eine wichtige Rolle spielt.
Da die Leitsätze im Nominalstil verfasst sind (hier ähnelt Sanskrit sehr der deutschen Sprache), bieten die einzelnen Sätze sehr viel Spielraum für Interpretation.
Ein Leitsatz ist z.B. „sthirasukhamasanam“ – stabil-leichte-Haltung (Yoga Sutra 2.46). Im Deutschen gibt es ähnliche Wortkonstrukte wie z.B. Ultraleichtflugzeug (= Nominalstil).
Der achtgliedrige Pfad wird in Kapitel zwei und drei (von insgesamt vier) erläutert. Der äußere Weg (Yama bis Pratyahara) im zweiten, der innere Weg (Pratyahara bis Samadhi) im dritten Kapitel.
Zur Zeit des Yoga Sutra (Patanjali) gab es noch kein Hatha Yoga (Körperübungen). Dieser entstand erst viel später, nachdem der Tantra im indischen Mittelalter die Körperlichkeit in den Fokus gerückt hat.
Mit Asana meint Patanjali lediglich die Sitzhaltung.
Dennoch lassen sich ein paar wenige Sutren sehr gut auf den Hatha Yoga anwenden.
Die Verbindung zwischen Atem und Geist war Patanjali bereits bewusst. Nachdem man die richtige äußere Haltung eingenommen hat, kann man sich dem Prana (Lebensenergie) zuwenden und diese lenken/kontrollieren.
Pratyahara ist ein spannendes Feld. In meiner Yogalehrerarbeit habe ich mich 2023 intensiv damit beschäftigt und ca. 70 Seiten über Physiologie der Sinne und Möglichkeiten des Rückzugs verfasst.
Pratyahara halte ich für essenziell in der heutigen Zeit, in der wir täglich ein Vielfaches an Informationen und Nachrichten erhalten – verglichen mit der Zeit von Patanjali.
Willentlich ist es nicht möglich, unsere Sinne komplett von etwas abzuziehen. Aber wir haben die Wahl, wem oder was ich meine Aufmerksamkeit schenke. Körperhaltungen und Handmudras können uns dabei unterstützen.
Die Fähigkeit zur Konzentration schwindet in Zeiten von Smartphones & Co. immer mehr – lese ich zumindest in diversen Hirnforschungspublikationen. Das hat zur Folge, dass wir immer mehr die Zerstreuung suchen und uns leicht ablenken lassen. Ein hilfreiches Mittel, um gegenzusteuern ist die Yogapraxis. In einem geschützten Raum, konzentriert auf Körper, Atem und Geist, kann dein Selbst aufatmen.
Vielleicht kennst du das Flow-Gefühl in einem kreativen Moment: die Zeit vergessen, einfach weiter machen und sich nicht ablenken lassen, eine wichtige Arbeit die dir gut von der Hand geht – ein Glücksmoment!
Im Zustand von Dhyana ist unser ganzer Geist im Fluss, ausgerichtet auf eine Sache.
Die Yoga Meditation unterscheidet sich etwas von buddhistischen Meditationen, aber es gibt Berührungspunkte.
Eine sehr wirkungsvolle Vorbereitung auf die Sitzmeditation ist Yoga Nidra.
Häufig auch übersetzt mit „Erleuchtung“ oder „Extase“.
Mir gefällt der Begriff „Freiheit“ besser. Denn das ist es, was ich auch im Alltag spüren kann. Wenn die vorherigen Schritte dazu führen, dass ich auch in stressigen Momenten einfach aufatmen kann und sich ein Lächeln über meinem Gesicht ausbreitet.
Immer wieder begegnet mir die Darstellung des achtgliedrigen Pfades als Rad. Noch besser gefällt mir das Bild einer Spirale. Hier findet dynamische Entwicklung statt.
Unser Alltag bietet ein sehr großes Übungsfeld, den achtgliedrigen Pfad zu begehen und sich weiterzuentwickeln. Der Umgang mit meiner Umwelt, meine Haltung mir selbst und anderen gegenüber.
Bei mir weckt das Konzept die Neugier, weiter zu gehen und immer mehr bei mir Selbst anzukommen.
Du möchtest mehr erfahren? In meinen Kursen richte ich den Blick immer wieder auf einzelne Aspekte des achtgliedrigen Pfades. Einzelne Details können wir auch in einem Yoga Coaching vertiefen.
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Der achtgliedrige Pfad von Patanjali (auch achtstufiger Pfad/Weg genannt) ist ein wertvolles Konzept der Yogaphilosophie. Er überrascht mich auch nach vielen Jahren aufs neue mit seinen vielen Facetten und bereichert meinen Yogaweg.

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